Das erste Ufo, die Tasche, ist gerade eines unrühmlichen Todes gestorben. Ich wollte es mir einfach machen, mit dem Ergebnis, dass an einer der sichtbarsten Stellen an der Tasche ein elendes Gefummel entstanden ist, das mit allen Tricks nicht unsichtbar zu machen ist. Ich habe mir die Beschreibung im "Taschen-Buch" durchgelesen und festgestellt, dass ich es doch lieber so machen sollte, wie dort gesagt wird, anstatt zu versuchen, es mir "einfach" zu machen. Lesson learned...
In meiner gut sortierten Reste-Kiste *ähem* habe ich aber einen anderen geeigneten Stoff gefunden, der jetzt für den nächsten Versuch herhalten muss. (Ist ja dann erst der dritte Anlauf; ein früheres Exemplar habe ich nämlich auch schon mal entsorgt.)
Und auf der Suche nach einem geeigneten Kunstleder als Komplementärstoff habe ich gerade bei ebay nicht widerstehen können und dazu noch drei flippige Jerseys gekauft. *schäm* - Aber ich hab viel zu wenige schöne T-Shirts, ehrlich...
Damit hat sich die Zahl der Ufos auf Neun verringert, und die To-do-Liste auf Drei erhöht.
Sonntag, 24. Juni 2007
Ufo-Liste
Drei Stunden ohne Strom können auch mal sehr nützlich sein: Gestern hat unser Vermieter uns neue Steckdosen und Schalter angebracht, um das bunte Sammelsurium, das uns unser Vormieter hinterlassen hatte, mal etwas in Ordnung zu bringen. Wir wohnen ja auch erst acht Jahre hier... ;-) - Dafür hat er sich nicht lumpen lassen, und neue Gira-Schalter besorgt, sehr nett :-)
Jedenfalls musste dazu natürlich überall der Strom abgestellt werden, und die drei Stunden habe ich zum Aufräumen meines Nähzimmers genutzt. Jetzt liegen sämtliche Ufos auf einem Stapel, der große Berg von Stoffresten ist in zwei Stapel noch verwertbarer Stücke und einen Sack für die Müllabfuhr aufgeteilt und sämtliche Schnittmuster, Kopien, Kurzwaren und was sonst noch so alles hier und da herumlag ist jetzt wieder an seinem Platz. Jetzt habe ich Luft, um meine Ufos wegzuarbeiten. Als da wären:
1. blauer Jeans-Rock, der mal ein Kleid werden sollte: Taille abstecken, Nähte nähen, Bund und Saum
2. schwarzer Rock. Das ist streng genommen kein Ufo, da ich diesen Rock nicht selbst genäht habe, sondern von meiner Kursleiterin geschenkt bekam. Ein ganz klassischer, langer schwarzer Rock aus einem sehr dankbaren Crepe-Material, gefüttert, mit Reißverschluss hinten und Bund. Der Bund war innen mit so einem altmodischen Bund-Gummi gearbeitet, das inzwischen seine Dehnfähigkeit und Geschmeidigkeit eingebüsst hat. Ich habe den Bund aufgemacht und werde ihn jetzt etwas schmaler machen und innen nur mit Vlieseline bebügeln; das ist eher mein Stil. Etwas kürzen muss ich ihn auch noch, da er fast bodenlang ist und das steht mir nicht.
3. Mein Franzius-Lodencape. Das ist bislang nur zugeschnitten, die Teile und die 11 Meter Borte, mit denen sämtliche Nähte und Kanten eingefasst werden, liegen schon länger hier bereit. Das ist eine reine Fleißarbeit, die ich auf den Herbst verschieben werde, da ich derzeit keine Verwendung für ein warmes Lodencape habe... ;-)
4. Jeans-Jacke. Fast fertig, bis auf die Taschen, Knöpfe und Knopflöcher und den Saum
5. petrolfarbenes Viskose-Jersey-Top. Da brauche ich nur noch eine Lösung, um den Ausschnittbeleg innen zu befestigen, so dass die Kante nicht nach außen fällt. Irgendeine Stickerei vielleicht?
6. rot-weißes Blumen-T-Shirt: Ausschnitt und Säume müssen noch genäht werden Fertig
7. rot-weißes Blumen-Top: Aus dem gleichen Stoff wie Nummer Sechs; Träger und Ausschnittbeleg nur noch der Saum fehlt
8. aubergine-farbenes Top: nur zugeschnittenNähte fertig, Ausschnitt und Säume fehlen noch
9. alt-rosé-farbenes T-Shirt: Eigentlich nicht mehr ganz meine Farbe, aber ich werde es erstmal fertig nähen. Ausschnitt, Ärmel jetzt fehlen nur noch die Säume
10. Tasche für meine Mutter. Da fehlt eigentlich nur noch eine vordere Blende, dann ist sie fertig, und eine Stickerei muss noch ergänzt werden, und die Reißverschluss-Enden mit Fliegen schön machen. Leider ein TfT...
11. Jersey-Top aus "Mädchen"-Stoff. Bis auf den Saum jetzt fertig
Ich mache jetzt hier keine Prioritätenliste, weil ich mich an sowas eh nie halte. Die Tasche werde ich mir aber als erstes vornehmen; wenn ich Glück habe, bekomme ich sie heute fertig und kann sie übergeben :-)
Auf der dringenden To-do-Liste stehen außerdem ein T-Shirt für meine Mutter, sowie eine Spieldecke für meine Nichte. Schnitt und Stoff für das Shirt sind schon vorhanden und auch am lebenden Objekt überprüft und optimiert. Die Vorderseiten-Stoffe für die Spieldecke sind auch schon gekauft und der Entwurf ist gemacht.
Für mich selbst hätte ich außerdem gerne eine oder zwei neue Hosen - ist ja nichts neues... - sowie eine weiße Leinenjacke/-bluse im Safari-Stil.
Jedenfalls musste dazu natürlich überall der Strom abgestellt werden, und die drei Stunden habe ich zum Aufräumen meines Nähzimmers genutzt. Jetzt liegen sämtliche Ufos auf einem Stapel, der große Berg von Stoffresten ist in zwei Stapel noch verwertbarer Stücke und einen Sack für die Müllabfuhr aufgeteilt und sämtliche Schnittmuster, Kopien, Kurzwaren und was sonst noch so alles hier und da herumlag ist jetzt wieder an seinem Platz. Jetzt habe ich Luft, um meine Ufos wegzuarbeiten. Als da wären:
Ich mache jetzt hier keine Prioritätenliste, weil ich mich an sowas eh nie halte. Die Tasche werde ich mir aber als erstes vornehmen; wenn ich Glück habe, bekomme ich sie heute fertig und kann sie übergeben :-)
Auf der dringenden To-do-Liste stehen außerdem ein T-Shirt für meine Mutter, sowie eine Spieldecke für meine Nichte. Schnitt und Stoff für das Shirt sind schon vorhanden und auch am lebenden Objekt überprüft und optimiert. Die Vorderseiten-Stoffe für die Spieldecke sind auch schon gekauft und der Entwurf ist gemacht.
Für mich selbst hätte ich außerdem gerne eine oder zwei neue Hosen - ist ja nichts neues... - sowie eine weiße Leinenjacke/-bluse im Safari-Stil.
Freitag, 22. Juni 2007
Keine Ufos bis zur Hochzeit!
Jaaaa.... nach etwas Hin und Her steht jetzt auch der Termin; im Oktober ist es soweit *freu*
Und bis dahin, habe ich mir heute vorgenommen, will ich alle Ufos loswerden!
Heute habe ich ein angefangenes Jeans-Kleid aus der Ufo-Kiste gezogen. Der Stoff ist ein ganz dünner Sommerjeans mit schön weichem Fall. Daraus sollte eigentlich mal ein Kleid mit Wasserfall-Ausschnitt, # 114 aus BuMo 7/04, werden. Das Ding liegt jetzt seit 2004 bei mir herum, und dürfte derzeit mein ältestes Ufo sein (hoffe ich...)
Allerdings musste ich damals feststellen, dass durchgehende Kleider bei einem Hohlkreuz sehr schwierig sind - heute wüsste ich so ungefähr, was ich _vorher_ machen müsste - und dass der Jeans, so dünn er auch ist, nicht wirklich für einen Wasserfallausschnitt geeignet ist. Nun ja, man lernt.
Der Rockteil allerdings gefiel mir sehr gut - und einen Jeansrock kann man ja immer brauchen, derzeit hab ich nämlich keinen. Also hab ich das Ding beherzt in der Mitte durchgeschnitten, oben enger gesteckt und die ungefähr beste mittlere Rocklänge für mich abgesteckt - und siehe da, es sieht sehr brauchbar aus. :-)
In Erwartung, dass der Sommer nochmal besser wird, werde ich also irgendwann demnächst mal die Feinarbeit daran beginnen.
Und dann die vielen anderen Ufos genauer unter die Lupe nehmen, die hier derzeit alle so rumschwirren. *seufz* In den letzten Monaten habe ich wirklich zig Sachen angefangen und nicht zu Ende gebracht, und ich habe gar keine so rechte Lust mehr zum Nähen, habe ich festgestellt, weil mich das ganze Zeug total blockiert: Sowohl praktisch, weil überall was angefangenes rumliegt, als auch psychisch. Jedes Ufo ist für mich erstmal ein Misserfolg auf meiner inneren Liste, und das demotiviert... :-(
Also ran an die Arbeit. Ich denke, die meisten Sachen werde ich fertig und auch tragbar bekommen. Der Grund für die vielen Ufos sind nämlich weniger irgendwelche Näh- oder Paßform-Probleme, sondern einfach nur meine Disziplinlosigkeit der letzten Monate. Und dem kann abgeholfen werden...
Und bis dahin, habe ich mir heute vorgenommen, will ich alle Ufos loswerden!
Heute habe ich ein angefangenes Jeans-Kleid aus der Ufo-Kiste gezogen. Der Stoff ist ein ganz dünner Sommerjeans mit schön weichem Fall. Daraus sollte eigentlich mal ein Kleid mit Wasserfall-Ausschnitt, # 114 aus BuMo 7/04, werden. Das Ding liegt jetzt seit 2004 bei mir herum, und dürfte derzeit mein ältestes Ufo sein (hoffe ich...)
Allerdings musste ich damals feststellen, dass durchgehende Kleider bei einem Hohlkreuz sehr schwierig sind - heute wüsste ich so ungefähr, was ich _vorher_ machen müsste - und dass der Jeans, so dünn er auch ist, nicht wirklich für einen Wasserfallausschnitt geeignet ist. Nun ja, man lernt.
Der Rockteil allerdings gefiel mir sehr gut - und einen Jeansrock kann man ja immer brauchen, derzeit hab ich nämlich keinen. Also hab ich das Ding beherzt in der Mitte durchgeschnitten, oben enger gesteckt und die ungefähr beste mittlere Rocklänge für mich abgesteckt - und siehe da, es sieht sehr brauchbar aus. :-)
In Erwartung, dass der Sommer nochmal besser wird, werde ich also irgendwann demnächst mal die Feinarbeit daran beginnen.
Und dann die vielen anderen Ufos genauer unter die Lupe nehmen, die hier derzeit alle so rumschwirren. *seufz* In den letzten Monaten habe ich wirklich zig Sachen angefangen und nicht zu Ende gebracht, und ich habe gar keine so rechte Lust mehr zum Nähen, habe ich festgestellt, weil mich das ganze Zeug total blockiert: Sowohl praktisch, weil überall was angefangenes rumliegt, als auch psychisch. Jedes Ufo ist für mich erstmal ein Misserfolg auf meiner inneren Liste, und das demotiviert... :-(
Also ran an die Arbeit. Ich denke, die meisten Sachen werde ich fertig und auch tragbar bekommen. Der Grund für die vielen Ufos sind nämlich weniger irgendwelche Näh- oder Paßform-Probleme, sondern einfach nur meine Disziplinlosigkeit der letzten Monate. Und dem kann abgeholfen werden...
Donnerstag, 21. Juni 2007
Zugenommen...
Ich glaube, ich habe zugenommen. Nee, ich weiss es, denn mindestens zwei T-Shirts, die ich mir in den letzten Wochen nach meinem altbewährten Jalie-Schnitt genäht habe, spannen über der Brust. Bislang hat immer nur meine untere Körperhälfte meine sitzende Tätigkeit zu spüren bekommen - schön, dass es da oben auch mal aufwärts geht... *grins* - Nur blöd, dass ich diese neuen T-Shirts damit praktisch nicht gebrauchen kann, denn die rutschen immer hoch, werfen Falten und das sieht doof aus und trägt sich sehr unbequem.
Da wir keine Waage in unserem Haushalt haben, merke ich sowas immer nur an den Klamotten. Da ich seit Jahren, fast Jahrzehnten, kaum ein Kilo zugelegt habe, finde ich so ein Teil nicht wirklich notwendig.
(Und sonst eigentlich auch nicht - ob meine Sachen mir passen, merke ich doch auch so. Was interessiert mich eine Zahl auf einer Skala? Aber ich hab gut reden, nicht wahr? ;-)
Jetzt muss ich erstmal ein neues T-Shirt-Grundschnittmuster erstellen, bevor ich weitere Sachen nähe.
Erinnert sich noch jemand an Erma Bombeck, die amerikanische Hausfrau, die in den Achtziger mit ihren heiteren Büchern so viel Erfolg hatte? Es gibt da eine schöne Szene, wo sie Kleidung einkaufen möchte. Die Verkäuferin mustert sie und fragt, welche Größe sie hätte, 40, 42 oder 44? Antwort: Ja. Brust 40, Taille 42, Hüfte 44. Früher fand ich das lustig... ;-)
Da wir keine Waage in unserem Haushalt haben, merke ich sowas immer nur an den Klamotten. Da ich seit Jahren, fast Jahrzehnten, kaum ein Kilo zugelegt habe, finde ich so ein Teil nicht wirklich notwendig.
(Und sonst eigentlich auch nicht - ob meine Sachen mir passen, merke ich doch auch so. Was interessiert mich eine Zahl auf einer Skala? Aber ich hab gut reden, nicht wahr? ;-)
Jetzt muss ich erstmal ein neues T-Shirt-Grundschnittmuster erstellen, bevor ich weitere Sachen nähe.
Erinnert sich noch jemand an Erma Bombeck, die amerikanische Hausfrau, die in den Achtziger mit ihren heiteren Büchern so viel Erfolg hatte? Es gibt da eine schöne Szene, wo sie Kleidung einkaufen möchte. Die Verkäuferin mustert sie und fragt, welche Größe sie hätte, 40, 42 oder 44? Antwort: Ja. Brust 40, Taille 42, Hüfte 44. Früher fand ich das lustig... ;-)
Sonntag, 10. Juni 2007
Ein langer Rock - und ein besonderes Kleid
Jippie, ich hab´s geschafft! :-)
Nach laaaanger Bedenkzeit habe ich es endlich geschafft, meinen schwarz-weißen, groß-gemusterten Stoff zu einem Rock zu verarbeiten. Den Stoff habe ich gut ein Jahr abgelagert, weil er mir so gut gefällt, aber ich immer Angst hatte, dass etwas schief geht, oder dass mir so große Muster doch nicht stehen. Jetzt habe ich mich endlich aufgerafft, und ich muss sagen, bislang gefällt er mir sehr gut:

Bund und Saum muss ich noch machen, ansonsten ist er fertig. Ich wollte das große Muster so wenig wie möglich durch Teilungsnähte zerschneiden, also habe ich aus meinem Maß-Rockschnitt einen Rock ohne Seitennähte gebastelt; die einzige Naht ist in der hinteren Mitte, wo auch der nahtverdeckte Reißverschluss ist. In den Seiten habe ich jetzt etwas größere Abnäher drin, aber die fallen eigentlich kaum auf.
Der Reißverschluss hinten ist auch gut, so fallen die Seitennähte schön flach und glatt. Ich glaube, das werde ich jetzt, wenn möglich, immer so machen. :)
Mir fällt gerade auf, dass ich schon Ewigkeiten nicht mehr geschrieben habe, aber es gab auch einiges zu tun... Wir wollen nämlich heiraten *freu*
Die letzten Wochenenden haben wir auf der Suche nach einem Restaurant verbracht, das sowohl unserem Geschmack als auch unserem Geldbeutel zugetan ist, und nun sind wir fündig geworden. Der Wunschtermin beim Standesamt steht auch schon so gut wie fest - drückt mir die Daumen, dass es glatt geht...
Ich hatte immer überlegt, ob ich mir mein Brautkleid wohl selber schneidern würde, aber meine Eltern haben mir freundlicherweise ein Angebot gemacht, das ich nicht abschlagen kann; sie wollen nämlich ein Gekauftes bezahlen. ;-)
Ausgesucht ist es auch schon. Ausnahmsweise war ich dabei von der sehr schnellen Truppe, aber ich habe auch Vorarbeit geleistet. Ich habe mir zuerst bei den größten Schnittmuster-Anbietern alle Abend- und Braut-Kleider rausgesucht, die mir gut gefallen. Dann habe ich versucht, herauszufinden, warum sie mir gefallen, und ob es Gemeinsamkeiten gibt. Asymmetrische Schnitte mit Volants oder mehreren Lagen gefallen mir dabei besonders gut, habe ich festgestellt. Als ich dann direkt im ersten Laden ein Kleid nach meinen Vorstellungen gesehen habe, wusste ich sofort, das ist es. Warum noch lange weitersuchen? Die Farbe konnte ich mir aussuchen, das Kleid wird komplett nach Maß für mich gefertigt, und ich konnte noch eine kleine Änderung anbringen; also ganz perfekter Service. So muss das sein :-)
Es ist kein klassisches Brautkleid, eher ein schickes Abendkleid. Ich hatte das Brautkleid meiner Schwester vorher anprobiert, das ein ganz klassisches ist, oben Korsage, unten weiter Rock, mit "Gitterkäfig" drunter und Schleppe, und das gefiel mir an mir nicht so gut. Und da wir sowieso "nur" standesamtlich heiraten, brauche ich auch kein Kleid, in dem ich würdevoll einen langen Kirchengang herunter schreiten kann. Ich hab dann lieber eines genommen, in dem ich mich halbwegs normal bewegen kann... ;-)
Bilder kann ich natürlich nicht zeigen, weil mein Süßer hier mitliest ;-) *wink*
Nach laaaanger Bedenkzeit habe ich es endlich geschafft, meinen schwarz-weißen, groß-gemusterten Stoff zu einem Rock zu verarbeiten. Den Stoff habe ich gut ein Jahr abgelagert, weil er mir so gut gefällt, aber ich immer Angst hatte, dass etwas schief geht, oder dass mir so große Muster doch nicht stehen. Jetzt habe ich mich endlich aufgerafft, und ich muss sagen, bislang gefällt er mir sehr gut:
Bund und Saum muss ich noch machen, ansonsten ist er fertig. Ich wollte das große Muster so wenig wie möglich durch Teilungsnähte zerschneiden, also habe ich aus meinem Maß-Rockschnitt einen Rock ohne Seitennähte gebastelt; die einzige Naht ist in der hinteren Mitte, wo auch der nahtverdeckte Reißverschluss ist. In den Seiten habe ich jetzt etwas größere Abnäher drin, aber die fallen eigentlich kaum auf.
Der Reißverschluss hinten ist auch gut, so fallen die Seitennähte schön flach und glatt. Ich glaube, das werde ich jetzt, wenn möglich, immer so machen. :)
Mir fällt gerade auf, dass ich schon Ewigkeiten nicht mehr geschrieben habe, aber es gab auch einiges zu tun... Wir wollen nämlich heiraten *freu*
Die letzten Wochenenden haben wir auf der Suche nach einem Restaurant verbracht, das sowohl unserem Geschmack als auch unserem Geldbeutel zugetan ist, und nun sind wir fündig geworden. Der Wunschtermin beim Standesamt steht auch schon so gut wie fest - drückt mir die Daumen, dass es glatt geht...
Ich hatte immer überlegt, ob ich mir mein Brautkleid wohl selber schneidern würde, aber meine Eltern haben mir freundlicherweise ein Angebot gemacht, das ich nicht abschlagen kann; sie wollen nämlich ein Gekauftes bezahlen. ;-)
Ausgesucht ist es auch schon. Ausnahmsweise war ich dabei von der sehr schnellen Truppe, aber ich habe auch Vorarbeit geleistet. Ich habe mir zuerst bei den größten Schnittmuster-Anbietern alle Abend- und Braut-Kleider rausgesucht, die mir gut gefallen. Dann habe ich versucht, herauszufinden, warum sie mir gefallen, und ob es Gemeinsamkeiten gibt. Asymmetrische Schnitte mit Volants oder mehreren Lagen gefallen mir dabei besonders gut, habe ich festgestellt. Als ich dann direkt im ersten Laden ein Kleid nach meinen Vorstellungen gesehen habe, wusste ich sofort, das ist es. Warum noch lange weitersuchen? Die Farbe konnte ich mir aussuchen, das Kleid wird komplett nach Maß für mich gefertigt, und ich konnte noch eine kleine Änderung anbringen; also ganz perfekter Service. So muss das sein :-)
Es ist kein klassisches Brautkleid, eher ein schickes Abendkleid. Ich hatte das Brautkleid meiner Schwester vorher anprobiert, das ein ganz klassisches ist, oben Korsage, unten weiter Rock, mit "Gitterkäfig" drunter und Schleppe, und das gefiel mir an mir nicht so gut. Und da wir sowieso "nur" standesamtlich heiraten, brauche ich auch kein Kleid, in dem ich würdevoll einen langen Kirchengang herunter schreiten kann. Ich hab dann lieber eines genommen, in dem ich mich halbwegs normal bewegen kann... ;-)
Bilder kann ich natürlich nicht zeigen, weil mein Süßer hier mitliest ;-) *wink*
Samstag, 19. Mai 2007
Ein Besuch bei der Bandweberei Kafka
Dieses Wochenende findet auf Schloss Lüntenbeck in Wuppertal der 2. Textilmarkt statt.
Wir haben die Veranstaltung bereits am ersten Tag, am Donnerstag, besucht. Auf Schloss Lüntenbeck selbst findet der Textilmarkt statt, dort gibt es mehrere Stände mit Wolle, Patchworkstoffen und -zubehör, Filz und ähnlichen textilen Bastelbedarf.
Die für mich interessantere Veranstaltung war der gleichzeitige Tag der offenen Tür in der Bandweberei Kafka, der etwa zwanzig Minuten Fahrt vom Schloss entfernt ist.
Hinter dieser unscheinbaren Tür verbirgt sich eine hochinteressante Manufaktur:

Hier sieht man noch den Namen des früheren Besitzers. Zwei Tafeln darunter informieren über die Geschichte der ersten Inhaber und die neue Inhaberin, Frauke Kafka, die die Webstühle im Jahre 1991 gekauft hat.

Der erste Eindruck von den Webstühlen ist erst einmal überwältigend. Diese Ungetüme stehen übrigens im zweiten Stock des Gebäudes!

Die Webstühle werden mit Strom betrieben. Wenn sie in Aktion sind, erzeugen sie einen Höllenlärm. Die Kettfäden der Bänder werden von anderen Fäden, die mit Gewichten hoch und runter gezogen werden, gesteuert, und zwischen ihnen sausen dann jeweils die Weberschiffchen mit den bunten Schussfäden hin und her. Das alles geschieht sehr schnell und durch die ständigen Gewichtsverlagerungen der vielen Teile entsteht ein ziemiches Rumpeln und Poltern.
Hier sieht man ganz oben die Lochkarten, mit denen die Muster gesteuert werden, und darunter die Fäden, die wiederum die Kettfäden ansteuern.

Und hier nochmal die "Steuerfäden" und davor die Schiffchen.

Hier sieht man die fertigen Bänder von der linken Seite, wie sie von der Maschine herunterlaufen; weiter unten werden sie dann aufgerollt. Auf diesen großen Webstühlen im vorderen Bereich des Raumes laufen jeweils zehn oder so Bänder auf einmal von der Maschine, jeweils in mehreren Farben.

Hier sieht man die riesigen Lochkarten, die mit ihrer digitalen Anzeige - Loch oder kein Loch - die Muster steuern. Der älteste Computer der Welt!

Früher waren Webetiketten üblich; fast jede Firma hatte ihr eigenes Etikett, wie dieses alte Musterbuch zeigt:

Wir hatten das Vergnügen, von Frau Kafka selbst etwas über die Geschichte der alten Bandweber und ihre eigene Geschichte der Übernahme und Inbetriebnahme zu erfahren, und welche Schwierigkeiten es dabei zu überwinden galt und gilt. Mit einem kleinen Team aus hochengagierten Mitarbeitern hält sie dieses frühe Stück Industriegeschichte am Leben und hat sich mit viel Ausdauer ihre kleine Marktnische geschaffen. Der hauseigene Verkauf bietet eine reiche Auswahl aller Arten von Bändern an; von der schmalen Jugendstil-Borte über Bänder mit Tier- oder maritimen Motiven bis hin zu großen Initialen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, und vor Ort ausgestellte Exponate regen die eigene Fantasie an. Dort nichts zu kaufen, ist fast unmöglich - ich habe es jedenfalls nicht geschafft, standhaft zu bleiben ;)
Wir haben die Veranstaltung bereits am ersten Tag, am Donnerstag, besucht. Auf Schloss Lüntenbeck selbst findet der Textilmarkt statt, dort gibt es mehrere Stände mit Wolle, Patchworkstoffen und -zubehör, Filz und ähnlichen textilen Bastelbedarf.
Die für mich interessantere Veranstaltung war der gleichzeitige Tag der offenen Tür in der Bandweberei Kafka, der etwa zwanzig Minuten Fahrt vom Schloss entfernt ist.
Hinter dieser unscheinbaren Tür verbirgt sich eine hochinteressante Manufaktur:

Hier sieht man noch den Namen des früheren Besitzers. Zwei Tafeln darunter informieren über die Geschichte der ersten Inhaber und die neue Inhaberin, Frauke Kafka, die die Webstühle im Jahre 1991 gekauft hat.

Der erste Eindruck von den Webstühlen ist erst einmal überwältigend. Diese Ungetüme stehen übrigens im zweiten Stock des Gebäudes!

Die Webstühle werden mit Strom betrieben. Wenn sie in Aktion sind, erzeugen sie einen Höllenlärm. Die Kettfäden der Bänder werden von anderen Fäden, die mit Gewichten hoch und runter gezogen werden, gesteuert, und zwischen ihnen sausen dann jeweils die Weberschiffchen mit den bunten Schussfäden hin und her. Das alles geschieht sehr schnell und durch die ständigen Gewichtsverlagerungen der vielen Teile entsteht ein ziemiches Rumpeln und Poltern.
Hier sieht man ganz oben die Lochkarten, mit denen die Muster gesteuert werden, und darunter die Fäden, die wiederum die Kettfäden ansteuern.

Und hier nochmal die "Steuerfäden" und davor die Schiffchen.

Hier sieht man die fertigen Bänder von der linken Seite, wie sie von der Maschine herunterlaufen; weiter unten werden sie dann aufgerollt. Auf diesen großen Webstühlen im vorderen Bereich des Raumes laufen jeweils zehn oder so Bänder auf einmal von der Maschine, jeweils in mehreren Farben.

Hier sieht man die riesigen Lochkarten, die mit ihrer digitalen Anzeige - Loch oder kein Loch - die Muster steuern. Der älteste Computer der Welt!

Früher waren Webetiketten üblich; fast jede Firma hatte ihr eigenes Etikett, wie dieses alte Musterbuch zeigt:

Wir hatten das Vergnügen, von Frau Kafka selbst etwas über die Geschichte der alten Bandweber und ihre eigene Geschichte der Übernahme und Inbetriebnahme zu erfahren, und welche Schwierigkeiten es dabei zu überwinden galt und gilt. Mit einem kleinen Team aus hochengagierten Mitarbeitern hält sie dieses frühe Stück Industriegeschichte am Leben und hat sich mit viel Ausdauer ihre kleine Marktnische geschaffen. Der hauseigene Verkauf bietet eine reiche Auswahl aller Arten von Bändern an; von der schmalen Jugendstil-Borte über Bänder mit Tier- oder maritimen Motiven bis hin zu großen Initialen. Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, und vor Ort ausgestellte Exponate regen die eigene Fantasie an. Dort nichts zu kaufen, ist fast unmöglich - ich habe es jedenfalls nicht geschafft, standhaft zu bleiben ;)
Sonntag, 6. Mai 2007
Stoffmarkt-Beute
Oh Mann, da habe ich ganz schön zugeschlagen... Eigentlich, also eigentlich, wollte ich ja nur wegen ein paar schöner Jerseys auf den Stoffmarkt. Die habe ich auch schon recht früh gefunden. Wir, ulliversum und ich, haben uns aber viiiiiel Zeit genommen, und mehr als vier Stunden auf dem Stoffmarkt verbracht. Und wie das so ist, je länger man dort ist, desto mehr Stoffe gefallen einem - oder besser, desto schwerer fällt es einem, zu widerstehen....
Das nächste war dann ein Blusenstöffchen, dann kam noch ein Leinen dazu, und dann noch ein farblich genau passender mit Streifen, und dann noch ein Stöffchen für meine Mutter. Zwischendurch noch eine Rollschneiderklinge, sowie ein kleines Sortiment farbenfroher Patchwork-Stoffe für ein Geschenk für meine Nichte. Und dann wollte ich nur noch flüchten. *g*
Nee, aber es hat sehr viel Spaß gemacht. Wir sind ganz entspannt über den Markt gegangen, so gegen halb zwölf waren wir dort. Die Stände waren alle schon dicht belagert, aber man kam mit ein wenig Wartezeit überall dran, und ich hatte keine unschönen Rangeleien zu verzeichnen. Das supertolle Wetter macht die Leute vermutlich entspannter. Und die Stoffstände dürften ein Bombengeschäft gemacht haben!
Zuerst haben wir eine komplette Runde gemacht, und uns jeden Stand gründlich angeschaut. Danach sind wir mehr oder weniger kreuz und quer gegangen, immer nach dem Motto "Da drüben war doch dieser schöne Stoff, denn will ich mir noch mal genauer ansehen...". Zwischendurch gab es zur Stärkung ein sehr leckeres Eis aus dem Cafe direkt am Opladener Platz (sehr zu empfehlen!), und dann wieder rein ins Getümmel, aber ohne Streß. Es hat sehr viel Spaß gemacht :-)
Auf dem Foto seht ihr von links nach rechts:
Ganz links ein weiß-roter Jersey, daneben noch ein Jersey in grün-blau-pink. Dann ein türkisfarbener Batikstoff, leichte Baumwolle für eine Bluse oder Tunika. Dann ein meliertes rotes Leinen, dann ein gestreiftes Leinen in genau dem gleichen Ton (an zwei verschiedenen Ständen gefunden), und ganz außen einen Netzstoff mit Blumendruck. Unten liegt das Patchwork-Paket.
Jetzt wird erst die Waschmaschine heiß laufen, und danach werden die Nadeln glühen, hoffe ich. Die Jerseys werde ich zuerst verarbeiten, und tja, eigentlich bräuchte ich dringend Hosen... *seufz* Na, mal sehen...
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